Alle gehören zur Gattung Viola
Das Märzveilchen (Viola odorata) ist die Namensgeberin der ganzen Gattung. Es duftet kräftig, blüht im ausgehenden Winter und Frühling und wird in der Parfümerie und Küche genutzt. Eng verwandt sind das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) und das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis). Im Hochgebirge wächst mit dem Ostalpen-Stiefmütterchen (Viola alpina) eine Art, die nur in den östlichen Alpen vorkommt.
Wildwachsende Veilchen sollten Sie stehen lassen und nicht pflücken. Wer den Duft sucht, setzt im Garten lieber ein Märzveilchen unter Sträucher, wo es sich mit der Zeit über Ausläufer ausbreitet und im zeitigen Frühling die ersten Insekten anzieht.
Zwischen Wald und Balkonkasten
Die großen Stiefmütterchen aus der Gärtnerei sind Kreuzungen mehrerer Arten und haben mit dem duftenden Märzveilchen nur die Gattung gemeinsam. Hornveilchen sind kleinblütiger und robuster. Beide Gruppen gibt es in einer großen Farbpalette, oft mit dunkler Zeichnung im Blütenzentrum. Die Blüte besteht aus fünf Blättern, von denen das unterste größer ist und Insekten als Landefläche dient.
Nach der Blüte entwickeln sich Kapseln, die ihre Samen ausschleudern.
Allerheiligen und Frühjahr
In Österreich gehören Stiefmütterchen und Hornveilchen zu den Standardpflanzen auf Gräbern und in Herbsttöpfen: Sie vertragen kühle Nächte und leichten Frost und blühen in milden Phasen weiter. Wer sie im Oktober setzt, sieht im März und April die zweite Blütenwelle. Das Märzveilchen eignet sich dagegen eher für halbschattige Beete unter Sträuchern.
Kurz und praktisch
- Leicht feuchte, durchlässige Erde und Sonne bis Halbschatten genügen.
- Verblühtes regelmäßig entfernen, dann bilden sich neue Knospen.
- Auf Schnecken und Blattläuse achten, besonders im feuchten Frühling.
- Blüten dürfen als Schmuck auf Speisen, wenn sie ungespritzt sind.
Haustiere
Laut ASPCA gelten Stiefmütterchen als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.