Die Wildblume am Wegrand
Roter Mohn ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas). Sein Name kommt vom Geräusch, das die Blüten verursachen, wenn man sie zwischen den Händen klatscht, so die Erklärung in vielen Quellen. Die Blütenblätter sind scharlachrot, in der Mitte sitzt oft ein dunkler Fleck. Der Stängel ist borstig behaart und führt weißen Milchsaft.
Wildformen blühen von Mai bis Juli.
Warum er plötzlich auftaucht
Die Samen bleiben im Boden jahrelang keimfähig. Wird Erde aufgegraben, etwa bei Baustellen oder an Straßenböschungen, keimen sie im Licht und färben die Fläche plötzlich rot. Mohnrot an Böschungen ist daher oft ein Zeichen für Bodenstörungen. In der Landwirtschaft ist der Klatschmohn durch moderne Methoden seltener geworden.
Im eigenen Garten
- Samen im Frühjahr oder im Herbst auf offener, unbepflanzter Erde ausstreuen.
- Nur leicht andrücken, denn Mohn ist ein Lichtkeimer.
- Volle Sonne, magere Erde und wenig Dünger genügen.
- Nach der Blüte Kapseln stehen lassen, dann sät sich der Mohn selbst aus.
Gemeinsam mit Kornblumen und Margeriten entsteht eine bunte Wildblumenwiese. Wegen der Kürze der Blüte lohnt sich der Anbau eher im Beet als als Schnittblume.
Symbol und Hinweis
In England und weiteren Ländern gilt die rote Mohnblume am 11. November als Zeichen des Gedenkens an Kriegsopfer. Zur Giftigkeit: Alle Teile enthalten Alkaloide, besonders der Milchsaft. Bei Tieren nennt die Pet Poison Helpline Magenprobleme und Mattigkeit. Kinder sollten die Pflanze nicht essen, bei Fragen hilft die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43.