Männertreu: eine Glockenblume im Balkonkasten
Hinter dem Namen Lobelie steckt in den meisten Balkonkisten Lobelia erinus, im Deutschen Männertreu genannt. Sie gehört zu den Glockenblumengewächsen, einer Familie mit weltweit rund 440 Arten in der Gattung Lobelia, die meist in tropischen oder subtropischen Gebieten zu Hause sind. Als Beet- und Balkonpflanze wird das Männertreu in Mitteleuropa einjährig gezogen, denn Frost übersteht es nicht.
Die zierlichen Pflanzen werden nur 10 bis 25 Zentimeter hoch und blühen von Juni bis September.
Blau als Leitfarbe
Die Kronblätter zeigen laut Fachliteratur meist verschiedene Blau- und Purpurtöne. Das klassische Lobelienblau von Azur bis Marineblau macht die Pflanze zum Gegenspieler von rotem Geranienschmuck, wie man ihn von Tirol bis ins Burgenland an vielen Fenstern sieht. Hängende Sorten füllen Ampeln und Kisten, kompakte Sorten säumen Beete und Gräber.
Pflanzung und Pflege
- Setzen Sie die Pflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie, in Lagen über 800 Metern besser noch etwas später.
- Sonne bis Halbschatten genügt. Die Pflanze mag es lieber kühl als schwül.
- Gleichmäßige Feuchte ist wichtig. Trocknet der Ballen aus, hängen die feinen Triebe schlaff herab.
- Düngen Sie in der Saison regelmäßig, etwa alle ein bis zwei Wochen.
- Schneiden Sie die Triebe im Hochsommer um etwa ein Drittel zurück, wenn die Blüte nachlässt. Danach blüht die Lobelie oft ein zweites Mal.
Giftigkeit
Wie alle Lobelien ist auch das Männertreu giftig, es enthält Alkaloide. Bewahren Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern auf. Bei Verdacht auf eine Vergiftung erreichen Sie in Österreich die Vergiftungsinformationszentrale in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43, bei akuter Gefahr den Notruf 144.
Bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.