Der rote Klassiker
Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist einjährig und wird je nach Standort etwa zwanzig bis neunzig Zentimeter hoch. Seine scharlachroten Blüten haben vier zarte Blütenblätter, meist mit einem dunklen Fleck am Grund. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den Juli. Eine einzelne Blüte hält nur einen Tag, doch die Pflanze setzt über Wochen neue Knospen an.
Als Ackerbegleiter wächst er an Wegrändern, Böschungen und in Getreidefeldern.
Mohn und Österreich
Mohnblüten sind in Österreich mit dem Waldviertel verbunden. Dort wird Schlafmohn für den Graumohn angebaut, dessen Felder meist im Juni und Juli in Rosa, Violett und Weiß blühen. Der Waldviertler Graumohn trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Der rote Klatschmohn ist eine andere Art. Er wächst von selbst dort, wo Erde offen liegt, und bildet im Frühsommer rote Farbtupfer an Feldrändern.
Als Schnittblume
Klatschmohn welkt schnell, wenn man ihn falsch behandelt.
- Knospen schneiden, solange sie noch geschlossen sind, aber schon Farbe zeigen.
- Die Stielenden kurz in sehr heißes Wasser tauchen oder anbrennen, damit der Milchsaft stoppt.
- Dann in kühles Wasser stellen und nicht in die Sonne.
Auf diese Weise hält der Strauß mehrere Tage. Am Wegrand sollten Sie Mohn besser stehen lassen, damit er Samen bilden kann.
Hinweis zur Giftigkeit
Alle Teile enthalten Alkaloide, besonders der Milchsaft. Die Pet Poison Helpline führt Mohn für Hunde als schwach giftig, mit Magenproblemen und Mattigkeit. Bei Verdacht wenden Sie sich an die Tierärztin oder den Tierarzt, bei Menschen an die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43.