Heimische Waldreben
Die Gattung Clematis heißt auf Deutsch Waldrebe, und mehrere Arten wachsen in Österreich wild. Die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) rankt an Waldrändern, in Auwäldern und Hecken und bildet im Herbst silbrige, federartige Fruchtstände. Die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) gehört zu den Pflanzen europäischer Gebirge.
Die großen Klematis-Sorten im Garten sind dagegen Kreuzungen mit Arten aus Asien und anderen Regionen.
Schnittgruppen verstehen
Wann Sie schneiden, richtet sich nach der Blütezeit. Auf dem Etikett steht oft die Gruppe.
- Gruppe 1 blüht früh am alten Holz und braucht kaum Schnitt, nur nach der Blüte darf gekürzt werden.
- Gruppe 2 blüht im Frühsommer am alten Holz und oft ein zweites Mal. Im Februar wird sie leicht gekürzt.
- Gruppe 3 blüht spät am neuen Trieb und wird im Februar bis knapp über dem Boden zurückgeschnitten.
Eine Faustregel der Royal Horticultural Society lautet: Blüht die Pflanze vor Juni, schneidet man nicht, blüht sie später, wird im Februar geschnitten.
Standort und Pflanzung
Klematis liebt einen sonnigen Kopf und einen schattigen Fuß. Beschatten Sie die Wurzeln mit Stauden, Steinplatten oder einer Mulchschicht. Setzen Sie großblumige Hybriden tiefer, als sie im Topf standen, damit sie nach einem Befall mit der Klematiswelke neu austreiben. Als Kletterhilfe dienen Draht, Gitter oder ein Strauch, denn glatte Wände bieten keinen Halt.
Pflanzen Sie im Frühjahr nach den Eisheiligen oder im frühen Herbst.
Giftig, aber nicht gefährlich bei Vorsicht
Ihr Pflanzensaft mit Protoanemonin kann Haut und Schleimhäute reizen. Die ASPCA nennt Klematis giftig für Hunde, Katzen und Pferde und beschreibt Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Beim Schnitt helfen Handschuhe. Bei Verdacht auf Verzehr durch ein Kind beraten Sie rund um die Uhr die Vergiftungsinformationszentrale in Wien (01 406 43 43) und im Notfall der Notruf 144.
Tiere sollte die Tierärztin oder der Tierarzt untersuchen.