Weiß in der Gartenform
In der Natur ist das Leberblümchen meist blauviolett. Weiße Blüten gibt es bei Gartensorten, die gezielt ausgelesen und vermehrt wurden. Nach Wikipedia sind auch rosa, rote und sogar gelb oder grün blühende Kulturformen bekannt. Weiß wirkt zwischen dem dunklen, überwinternden Laub besonders hell.
Standort
Wie die Wildart mag auch die weiße Form kalkhaltigen, humosen Boden und Halbschatten unter Laubgehölzen. Die Erde sollte nicht austrocknen, aber auch nicht nass stehen. Die Pflanze wächst langsam; lassen Sie sie am besten viele Jahre ungestört.
- Pflanzen Sie im Herbst oder zeitigen Frühjahr.
- Mulchen Sie mit Laub, das sich zu lockerem Humus zersetzt.
- Dünger braucht sie kaum.
- Setzen Sie die Pflanze nicht in pralle Sonne.
Kaufen statt ausgraben
Weiße Leberblümchen finden Sie in spezialisierten Gärtnereien. Entnehmen Sie nie Pflanzen aus der Natur. Naturschutz ist in Österreich Landessache, und die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland: In Österreich ist die Art nicht in allen Bundesländern geschützt, doch das Ausgraben schadet den Beständen überall.
Die Blüten bieten Insekten Pollen, aber keinen Nektar. Das macht sie vor allem für frühe Bienen und Fliegen interessant, die im März auf der Suche nach Nahrung sind. Wer weiße Formen im Garten pflanzt, unterstützt also nebenbei die ersten Insekten des Jahres.
Vorsicht: giftig
Im frischen Zustand enthält sie den Reizstoff Protoanemonin. Wer Pflanzenteile gegessen hat, wendet sich an die Vergiftungsinformationszentrale Wien (01 406 43 43, rund um die Uhr), bei starken Beschwerden Notruf 144. Bei Tieren ist der Tierarzt die richtige Anlaufstelle. Getrocknet verliert sich die Giftwirkung.