Rot gehört zur Züchtung
In der Natur blüht die Vielblättrige Lupine blau bis violett. Rote Töne verdanken wir der Züchtung, vor allem den Russell-Hybriden. Das Rot reicht von Karmin über Ziegelrot bis Weinrot, eine knallige Farbe wie bei Mohn dürfen Sie nicht erwarten. Viele Sorten zeigen an der Fahne einen helleren oder gelben Fleck.
Rot in Szene setzen
Rote Lupinen vertragen kräftige Nachbarn. Gelbe Sonnenbraut, orangefarbener Mohn und blauer Rittersporn erdrücken das Rot nicht. Wer es ruhiger mag, stellt Rot neben Weiß oder Silber. Weil die Lupine zwischen Juni und Juli blüht, schließt sie die Lücke zwischen Frühjahrs- und Hochsommerstauden.
Vermehren
- Sämlinge von Hybriden weichen von der Mutterpflanze ab.
- Vegetativ vermehren Sie durch Stecklinge junger Triebe am Wurzelhals im Frühling.
- Kaufen Sie lieber eine benannte rote Sorte als gemischtes Saatgut.
Rote Lupinen brauchen etwas Pflege, damit sie über Jahre schön bleiben. Nach der Blüte schneiden Sie die Kerzen bodennah ab, im Herbst lockern Sie vorsichtig den Boden, ohne die Wurzel zu verletzen. Auf kalkreichen, schweren Böden kümmern sie schnell, auf sandigem, leicht saurem Boden sind sie am zufriedensten.
Mit der richtigen Wahl des Standorts erspart man sich viel Mühe.
Giftigkeit
Die roten Blüten sind nicht ungefährlicher als blaue. Die Samen enthalten giftige Alkaloide, die Pflanze ist auch für Weidetiere giftig. Bei Verdacht auf Verzehr durch Kinder rufen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43 an oder wählen den Notruf 144. Verdächtige Tiere gehören in die Tierarztpraxis.