Eine Knollenblume aus dem Mittelmeerraum
Die Gartenranunkel, auch Asiatischer Hahnenfuß genannt, gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Wild wächst sie im östlichen Mittelmeerraum, etwa in der Türkei, in Syrien, auf Zypern und auf Kreta. Sie bleibt mit bis zu etwa 30 Zentimetern eher niedrig und treibt aus Speicherwurzeln. Die Wildform hat fünf bis sieben Kronblätter, die Zuchtformen dagegen dicht gefüllte Blüten.
Warum sie bei uns kein Dauergast ist
Ranunkeln gelten nur bis etwa USDA-Zone 8 als winterhart. In Österreich, wo Fröste häufig sind, werden die Knollen nach der Blüte ausgegraben und trocken, aber frostfrei überwintert. Im Frühjahr zieht man sie vor und pflanzt sie nach den Eisheiligen aus, wenn kein Spätfrost mehr droht. Wer es einfacher mag, nimmt Töpfe und holt sie bei Frostgefahr ins Haus.
Ranunkeln im Strauß halten bei guter Pflege etwa sieben bis zehn Tage. Dafür schneidet man die Stiele schräg an, stellt sie in sauberes Wasser und wechselt es regelmäßig. Weil die Blüten aus vielen dünnen Kronblättern bestehen, wirken sie wie kleine Rosen. Gärtnereien und Bauernmärkte bieten sie im Frühling in vielen Farben an.
Beim Anfassen frischer Stiele kann der Pflanzensaft die Haut reizen, wie bei allen Hahnenfußarten.
Farben im Überblick
Die Palette reicht von Weiß, Creme und Gelb über Orange und Lachs bis Rosa, Rot und Purpur, einfarbig oder mehrfarbig. Die Staubblätter in der Mitte sind je nach Sorte dunkelviolett, mahagonibraun oder hellbraun.
Als Frühlingsgruß
Ranunkelsträuße passen zu Muttertag und Frühlingsanlässen. Pflanzenteile enthalten wie bei Hahnenfußgewächsen üblich Reizstoffe; für Haustiere gilt Vorsicht, im Zweifel fragen Sie die Tierärztin oder den Tierarzt.