Dunkles Rot mit Geschichte
Die schwarzrote Stockrose 'Nigra' hat eine lange Tradition. Nach Angaben der Wikipedia wurde aus den Blüten früher ein Farbstoff gewonnen, der Textilien und Lebensmittel färbte. Heutzutage dient sie nur noch der Zierde. Daneben gibt es Sorten in kräftigem Karminrot, in Ziegelrot und in Scharlach, manche einfach, andere dicht gefüllt wie kleine Pompons.
Rot im Gartenbild
Dunkle Töne leuchten nicht von selbst, sondern brauchen helle Nachbarn. Silbrige Blätter von Wermut, weiße Margeriten oder blaue Glockenblumen bringen die Stockrose zur Geltung. Vor einer hellen Hauswand, wie sie in Dörfern des Burgenlands und Niederösterreichs häufig vorkommt, wirken rote Türme besonders ausdrucksstark.
Pflege kurz gefasst
- Volle Sonne und nährstoffreicher Boden sorgen für kräftige Triebe.
- Bei Wind jeden Stängel an einem Stab festbinden.
- Blattrosette im ersten Jahr nicht stören.
- Pilzbefall (Malvenrost) früh erkennen und befallene Blätter entfernen.
Die Wuchshöhe der Sorten reicht von kompakten 60 Zentimetern bis zu stattlichen zwei Metern. Rote Stockrosen wirken in Reihen entlang eines Zauns stark, in kleinen Gärten genügt eine Gruppe von drei Pflanzen. Wer Samen sät, macht das im Sommer, damit sich bis zum Winter eine Blattrosette bildet. Im Frühjahr zeigt sich dann, ob die Nachkommen die gewünschte Farbe haben.
Im Staudenbeet stehen rote Stockrosen am besten hinten, damit niedrigere Pflanzen ihre kahlen Stängelbasen verdecken. Ein Stützstab, der beim Pflanzen gleich mit eingesetzt wird, verletzt später keine Wurzeln.
Ungiftig, aber rau
Für Haustiere besteht laut ASPCA keine Giftgefahr. Die Blätter und Stängel sind allerdings behaart und rau, weshalb Handschuhe beim Anbinden angenehm sind.