Waldboden, Vase und Staudenbeet
Unter dem Namen verbirgt sich eine Gattung mit rund 120 Arten. Wer in Österreich im März durch Laubwälder wandert, trifft das Buschwindröschen, das bis in etwa 2000 Meter Seehöhe vorkommt. Die Anemonen aus dem Blumengeschäft sind dagegen meist Kronen-Anemonen. Sie stammen aus dem Mittelmeerraum und werden seit 1596 kultiviert, ihre mohnähnlichen Blüten haben eine dunkle Mitte.
Die Herbstanemonen öffnen ihre Blüten im Garten zwischen August und Oktober.
Wie lange der Strauß hält
Anemonen sind keine Dauerläufer: Rechnen Sie mit fünf bis acht Tagen. Häufiges Wassertauschen, frisch angeschnittene Stiele und ein kühler Standort helfen. Ungewöhnlich ist, dass die Stiele in der Vase weiterwachsen und sich zum Licht beugen, der Strauß wirkt dadurch locker. Bei Kauf achten Sie auf geschlossene Knospen.
Garten und Winterhärte
Die Kronen-Anemone treibt aus Knollen und gilt bei uns als nicht verlässlich winterhart. Im Weinviertel und im Burgenland ist es milder, in Alpentälern erfrieren die Knollen leicht. Setzen Sie sie nach den Eisheiligen Mitte Mai, nachdem sie einige Stunden in Wasser gequollen sind. Das Buschwindröschen bevorzugt dagegen humosen, ungestörten Boden unter Sträuchern und Bäumen.
Scharfer Saft
In allen Anemonen steckt Protoanemonin, es entsteht, wenn die Pflanze zerquetscht wird. Der Saft reizt Haut und Schleimhaut und schmeckt scharf. Nach dem Binden von Sträußen sollten Sie die Hände waschen. Hat ein Kind Pflanzenteile probiert, erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien jederzeit unter 01 406 43 43.
Bei Tieren mit Beschwerden hilft die Tierarztpraxis.