Woher der Name kommt
Der Rittersporn gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Seinen Namen verdankt er dem Sporn, den das oberste der fünf gefärbten Kelchblätter bildet. Die lateinische Bezeichnung Delphinium geht auf das griechische Wort für Delfin zurück, denn die Knospen erinnerten antike Betrachter an dessen Form. Das Farbspiel der Blüte entsteht also nicht durch Blütenblätter, sondern durch Kelchblätter.
In der Mitte sitzen kleine, unscheinbare echte Blütenblätter.
Wildformen und Gartenformen
Der Hohe Rittersporn (Delphinium elatum) ist eine Stammform vieler Gartensorten und kommt in den Gebirgen Europas wild vor, auch in den Alpen. Wilde Pflanzen sollten Sie stehen lassen. Weiter verbreitet auf Äckern war der einjährige Acker-Rittersporn (Consolida regalis), der durch die moderne Landwirtschaft selten geworden ist.
Im Garten stehen meist Hybriden mit Blüten in Blau, Violett, Weiß und Rosa.
Pflege hoher Kerzen
- Der Platz sollte sonnig, aber windgeschützt sein, der Boden tiefgründig und nährstoffreich.
- Binden Sie die Triebe früh an einen Stab, damit sie bei Gewitterregen nicht abknicken.
- Schneiden Sie nach der ersten Blüte kräftig zurück. Im Spätsommer kommt häufig eine kleinere zweite Blüte.
- Pflanzen Sie mit Abstand, damit der Mehltau weniger Chancen hat.
- Junge Triebe locken im Frühling Schnecken an.
In allen Teilen giftig
Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide. Die ASPCA warnt, dass Hunde, Katzen und Pferde nach dem Verzehr Speicheln, Koliken, Muskelzittern und Lähmungen zeigen können. Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und lassen Sie Kinder nicht an die Pflanze. Bei Verdacht auf eine Vergiftung erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43, bei schweren Beschwerden den Notruf 144.
Tiere gehören zur Tierärztin oder zum Tierarzt.