Blau im Getreidefeld
Die Kornblume (Centaurea cyanus) ist eine einjährige Pflanze mit aufrechtem, kantigem Stängel und wird 20 bis 100 Zentimeter hoch. Die Blätter sind schmal und grauhaarig. Ihr typisches Blau verdankt sie dem Farbstoff Cyanidin. Sie blüht von Juni bis in den Herbst und ist ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet.
Von dort hat sie sich als Begleiterin von Getreidefeldern in weiten Teilen Europas verbreitet.
Farben und Symbolik
Neben dem klassischen Blau kommen Blüten auch in Weiß, Rosa oder Purpur vor; weiße und rote Formen wurden schon im Mittelalter kultiviert. Die Kornblume ist seit 1968 Nationalblume Estlands und in Frankreich ein Erinnerungszeichen. Im 20. Jahrhundert wurde sie allerdings politisch vereinnahmt, was manche Menschen auch jetzt noch mit ihr verbinden.
Nektarquelle für Bienen
Der Nektar enthält rund 34 Prozent Zucker und macht die Kornblume zu einer geschätzten Nebentracht in der Imkerei. Wer Bienen unterstützen möchte, sät sie in Blühstreifen, an Feldrändern oder im Naturgarten. Sie mag Sonne und eher mageren, durchlässigen Boden.
Aussaat und Standort
Kornblumen sät man ab dem Frühjahr direkt dorthin, wo sie blühen sollen. Eine Aussaat im Frühherbst kann zu früherer Blüte im nächsten Jahr führen. Sie mögen volle Sonne, durchlässige Erde und kaum Dünger. Wo sie sich wohlfühlen, säen sie sich selbst wieder aus. Für Blühstreifen und Naturgärten gehören sie zu den beliebtesten einjährigen Arten.
Schnittblume und Haustiere
- Schneiden Sie Kornblumen, wenn sich die ersten Blüten geöffnet haben.
- Ein Wasserwechsel jeden zweiten Tag hält sie frisch.
- In der Vase bleiben sie etwa fünf bis sieben Tage schön.
Die ASPCA führt Centaurea cyanus als ungiftig für Hunde und Katzen. Bei Beschwerden wenden Sie sich dennoch an die Tierarztpraxis, bei Menschen an die VIZ Wien unter 01 406 43 43.