Creme, nicht Schneeweiß
Gelb ist die Naturfarbe der Sonnenblume. Wer von weißen Sonnenblumen spricht, meint meist Sorten mit cremefarbenen oder sehr hellgelben Zungenblüten. Ein reines Weiß wie bei einer Margerite gibt es nicht, und die dunkle Mitte bleibt in aller Regel bestehen. Genau dieser Gegensatz macht die hellen Sorten reizvoll.
Warum 'Italian White' anders ist
Unter dem Namen 'Italian White' kaufen viele Gartenfreunde eine vermeintliche Sonnenblume. Botanisch gehört die Sorte zu Helianthus debilis, der Gurkenblättrigen Sonnenblume von der nordamerikanischen Ostküste. Sie verzweigt sich kräftig und trägt viele kleine Blüten statt einer großen. Gelb ist bei den wilden Verwandten üblich, Kulturformen können jedoch weißlich, rötlich oder orange ausfallen.
Pflanzen und ernten
Sonnenblumen mögen es warm. Säen Sie erst nach der Kalten Sophie am 15. Mai, wenn die Spätfrostgefahr vorbei ist, und wählen Sie einen sonnigen Platz mit lockerem Boden. Stützen Sie hohe Sorten an windigen Hängen mit einem Stab. Weil helle Blütenblätter Fraßspuren zeigen, ist der beste Schnittzeitpunkt der Moment, in dem sich die Blüte gerade öffnet.
In der Vase blüht sie dann vollständig auf.
Passend kombiniert
Eine cremefarbene Sonnenblume wirkt gelassener als eine goldgelbe. Sie passt zu Spätsommerhochzeiten, zu Pastellsträußen und zu naturnahen Arrangements mit Schleierkraut, hellen Rosen oder Eukalyptus. Pollenfreie Schnittsorten bewahren Brautkleid und Tischtuch vor gelbem Staub.
Unbedenklich für Tiere
Bei Sonnenblumen sieht die ASPCA keine Giftigkeit für Katzen, Hunde und Pferde, die Blütenfarbe spielt dafür keine Rolle.