Weiß in vielen Abstufungen
Reinweiß, Cremeweiß und Weiß mit grünlichem Hauch: Bei weißen Chrysanthemen gibt es mehr Nuancen, als man zunächst vermutet. Manche Sorten haben eine gelbe Scheibenmitte, andere sind bis ins Herz gefüllt. Weiße Blüten zeigen Druckstellen und welke Ränder schneller als bunte, deshalb lohnt es sich, beim Kauf auf makellose Köpfe zu achten.
Allerheiligen und Allerseelen
Am 1. und 2. November gehen viele Menschen in Österreich auf den Friedhof. Weiße Blüten stehen dabei traditionell für ein stilles, würdevolles Gedenken, und Chrysanthemen gehören zu den Pflanzen, die dafür besonders oft gewählt werden. Gärtnereien und Bauernmärkte bieten in den Wochen davor Töpfe und fertige Gestecke an.
Ein Topf mit weißen Blüten, ergänzt durch Heidekraut oder Zypressenzweige, hält auf dem Grab auch bei Nachtfrost meist durch.
Im Strauß und im Topf
Außerhalb des Friedhofs ergeben weiße Chrysanthemen mit Beeren, Hagebutten und Gräsern einen schlichten Herbststrauß. Für die Vase schneiden Sie die Stiele schräg an und entfernen Blätter unterhalb der Wasserlinie. Die Topfpflanze steht gern hell, aber ohne pralle Mittagssonne.
Zum Grab passen auch Schalen, in denen Chrysanthemen mit anderen Pflanzen kombiniert werden. In vielen Gemeinden Österreichs wird die Bepflanzung schon vor Allerheiligen erneuert. Wer in der Gärtnerei nachfragt, bekommt Hinweise zu Sorten, die Nachtfrost besonders gut vertragen. Weiße Blüten bleiben bei trockener, kühler Witterung am längsten schön, bei Dauerregen werden sie rasch fleckig.
Tiergiftigkeit
Die ASPCA stuft Chrysanthemen als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Der Saft kann außerdem die Haut reizen. Stellen Sie weiße Chrysanthemen daher so, dass neugierige Tiere nicht daran knabbern können.