Weiß als Sortenfarbe
Die wilden Verwandten der Gartenpfingstrosen blühen überwiegend rosa bis rot; reinweiße Blüten stammen aus der Züchtung. Bekannte Beispiele sind die gefüllte Sorte 'Festiva Maxima' und 'Duchesse de Nemours', beide aus dem 19. Jahrhundert. Viele weiße Sorten tragen einen kleinen Farbtupfer in der Mitte.
Zu Festen im Jahreslauf
In Österreich liegt die Hauptblüte mancherorts schon im Mai, also oft rechtzeitig zu Erstkommunion und Firmung, bei kühlem Wetter erst später. Weiße Blüten gelten traditionell als Zeichen von Reinheit und Neubeginn, deshalb greift man gern zu ihnen, wenn ein Anlass feierlich sein soll. Auch zum Muttertag am zweiten Sonntag im Mai sind sie beliebt, sofern die Knospen schon so weit sind.
Gärtnereien und Bauernmärkte bieten weiße Pfingstrosen meist als Schnittblumen in Bündeln an. Wer im Garten pflanzen möchte, achtet auf die Wuchsform: Staudenpfingstrosen sterben im Herbst oberirdisch ab, Strauchpfingstrosen behalten ihr Holz. Die Staude bleibt über Jahrzehnte am selben Platz und mag keine Umpflanzung, daher lohnt sich die Wahl des Standorts.
Wenn Sie die Blüten für die Vase schneiden, lassen Sie genug Laub stehen, damit die Pflanze Kraft für das nächste Jahr sammeln kann.
Pflege der hellen Blüten
Weiß zeigt jeden Fleck. Regen und starker Wind lassen die schweren Köpfe leicht braun werden oder umknicken, ein geschützter Platz hilft. Verblühte Köpfe schneidet man ab, bevor die Blätter fallen. Das Laub bleibt bis zum Herbst stehen, denn es versorgt die Pflanze für das nächste Jahr.
Vorsicht im Haushalt
Die ASPCA nennt Pfingstrosen giftig für Hunde, Katzen und Pferde (Wirkstoff Paeonol; Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit). Der Strauß gehört daher nicht auf den Boden oder niedrigen Tisch. Menschen, die Pflanzenteile gegessen haben, erreichen die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43, im Notfall gilt 144.