Keine Lilie, sondern ein Aronstabgewächs
Die Gattung Zantedeschia umfasst acht Arten, alle in Afrika heimisch, mit Schwerpunkt in Südafrika. Die weiße Art Zantedeschia aethiopica ist die bekannteste. Sie gehört zu den Aronstabgewächsen (Araceae) und ist keine Lilie, auch wenn sie auf Englisch calla lily heißt. Die Pflanze ist mehrjährig, ihre Blätter sind pfeilförmig und glänzend grün.
Was die Blüte wirklich ist
Das große, weiße „Blütenblatt“ ist ein Hochblatt, die Spatha. Es umhüllt einen Kolben, an dem die eigentlichen kleinen Blüten sitzen. Wer einen Blumenstrauß mit Calla kaufen möchte, bekommt also streng genommen Hochblätter, deren Form und Farbe zugleich bestäubende Insekten anlocken.
Pflege im Kübel
Im österreichischen Winter hält die weiße Calla im Freiland nur in sehr milden, geschützten Lagen aus. Meist wird sie im Kübel gezogen.
- Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, die Pflanze mag es nass und steht in der Natur oft am Wasser.
- Stellen Sie sie hell, im Sommer auch auf Terrasse oder Teichrand.
- Holen Sie sie vor dem ersten Frost herein und lassen Sie sie hell und kühl ruhen.
- Wechseln Sie das Wasser in der Vase alle zwei Tage und schneiden Sie die Stiele an.
Giftig für Mensch und Tier
Nach Wikipedia sind alle Teile der Zantedeschia aethiopica leicht giftig und können starke Schleimhautreizungen auslösen; der Saft an den Blattspitzen reizt die Haut. Die ASPCA nennt Calciumoxalat-Kristalle als Ursache und beschreibt für Hunde und Katzen starkes Brennen im Maul, Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden.
Rufen Sie bei Kindern die Vergiftungsinformationszentrale Wien, Telefon 01 406 43 43 (rund um die Uhr), bei starken Beschwerden Notruf 144. Bei Tieren hilft der Tierarzt.