Weiß ohne Duft
Die weißen Blüten, die Sie im Herbst und Frühjahr in der Gärtnerei finden, gehören fast immer zum Gartenstiefmütterchen. Es ist eine Kreuzung mehrerer Arten, bei der das Wilde Stiefmütterchen eine große Rolle spielt. Es gibt reinweiße Sorten und solche mit schwarzem oder violettem Fleck in der Mitte.
Ein starker Duft ist von dieser Gruppe nicht zu erwarten, der bleibt dem Märzveilchen vorbehalten.
Ein Name mit Geschichte
Das englische Wort pansy kommt vom französischen pensée, dem Gedanken. Deshalb verbindet man das Stiefmütterchen traditionell mit der Erinnerung an einen Menschen. Das macht weiße Blüten zu einer ruhigen Wahl für Allerseelen, wenn in Österreich Gräber bepflanzt und mit Lichtern geschmückt werden. Für die Haustür eignet sich eine Reihe reinweißer Pflanzen ebenso.
Kälte ist kein Problem
Weiße Stiefmütterchen halten leichten Frost und kurze Schneeperioden aus. Im Herbst gepflanzt, blühen sie im milden Winter weiter, im Frühjahr kommt ein neuer Schub. In den Alpentälern und im Waldviertel sollten Sie bei starkem Kahlfrost einen Vliesschutz bereithalten. Hitze mögen sie weniger, im Hochsommer machen sie meist Pause.
Wer sie aus Samen zieht, rechnet mit rund neun Wochen bis zur ersten Blüte, und Pflanzen aus dem Vorjahr bilden oft schon im März wieder Knospen. Der Platz am Hauseingang oder neben dem Grab bleibt dadurch lange schön.
Pflege
- Sonniger bis halbschattiger Platz, durchlässige Erde.
- Erde mäßig feucht halten, Staunässe vermeiden.
- Verblühtes abzupfen, dann bilden sich neue Knospen.
- Zur Frühjahrsbepflanzung passen weiße Tulpen und Narzissen. Vermeiden Sie frisch gedüngte, sehr nährstoffreiche Erde, denn sie lässt das Laub auf Kosten der Blüten wachsen.
Für Tiere
Nach der ASPCA sind Stiefmütterchen für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig.