Hochblatt und Kolben
Anthurium ist eine rein neotropische Gattung mit mehr als 600, vielleicht bis zu 1000 Arten. Das Auffällige an einer Flamingoblume ist keine Blüte im engeren Sinn, sondern ein farbiges Hochblatt, die Spatha. Der Kolben in der Mitte trägt die winzigen eigentlichen Blüten. Im Handel dominieren zwei Arten: Anthurium andraeanum, die Große Flamingoblume mit gerader Spindel, und Anthurium scherzerianum, die Kleine Flamingoblume.
Im österreichischen Wohnzimmer
Als Topfpflanze braucht die Flamingoblume hellen, aber nicht prallen Sonnenschein und gleichmäßige Wärme. In Österreich bedeutet das: Im Winter nicht auf die kalte Fensterbank, nicht in Zugluft und möglichst nicht über den Heizkörper.
- Temperaturen von etwa 18 bis 25 Grad.
- Wasser, wenn die obere Schicht angetrocknet ist, ohne Staunässe.
- Lockeres, durchlässiges Substrat, gern mit Rinde.
- Hohe Luftfeuchtigkeit tut gut, die Heizungsluft im Winter weniger.
Schnittblume
Abgeschnitten gehört die Flamingoblume zu den haltbarsten Vasenblumen: Der Stiel hält bei guter Pflege zwei bis drei Wochen. Schneiden Sie ihn schräg an. Als Geschenk zum Einzug oder zum Muttertag wirkt sie edel.
Vorsicht: Calciumoxalat
Alle Pflanzenteile enthalten Kristalle aus Calciumoxalat. Nach Angaben der ASPCA führen sie bei Haustieren zu Schwellungen im Maul, Speicheln und Erbrechen. Bei Menschen kann der Pflanzensaft Haut und Augen reizen. Tragen Sie beim Umtopfen Handschuhe. Bei Verdacht auf Verschlucken erreichen Sie in Österreich die Vergiftungsinformationszentrale Wien unter 01 406 43 43 (rund um die Uhr), im Notfall 144, bei Tieren die Tierarztpraxis.