Rot ist die Ausnahme
Die Wildart, die in Mitteleuropa am häufigsten gepflanzt wird, blüht gelblichweiß, nicht rot. Rote Blüten findet man vor allem beim Korallen-Geißblatt (Lonicera sempervirens) aus Nordamerika, das lange, rote Röhren trägt, und bei Kreuzungen daraus. Diese Sorten duften meist weniger stark als die weißen.
Sie blühen oft über mehrere Monate; Hummeln und Bienen besuchen sie auch bei uns.
Rote Beeren statt roter Blüten
Wer rot am Geißblatt sucht, meint manchmal die Früchte: Die Rote Heckenkirsche, ein heimischer Strauch, trägt glänzende, rote Beeren. Sie sind für Menschen giftig und sollten nicht gegessen werden. Die Blüten der Heckenkirsche sind dagegen hell, im Frühsommer gelblichweiß.
Standort
- Sonnig bis halbschattig, geschützt vor kalten Winden.
- Rankhilfe nötig, wenn eine Kletterform gewählt wird.
- In rauen Gebirgslagen kann Frost die Triebspitzen angreifen; ein geschützter Platz an der Südwand hilft.
Beim Pflanzenkauf lohnt es sich, nach Namen und Wuchsform zu fragen, denn Handelsnamen sind oft mehrdeutig. Als Kübelpflanze am windgeschützten Balkon gedeiht das Korallen-Geißblatt in milden Lagen gut. Im Winter schützt eine Umhüllung den Topf vor Frost. Trockenheit im Sommer gleichen Sie durch regelmäßiges Gießen aus, sonst werfen die Pflanzen Knospen ab.
Im Garten passen rote Geißblattformen vor helle Wände, wo die Röhren gut sichtbar sind. Pflanzen Sie sie nicht zu nahe an wuchsstarke Nachbarn, denn die Triebe winden sich um alles, was ihnen Halt bietet, und können schwächere Pflanzen bedrängen.
Wichtig bei Vergiftung
Die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) in Wien ist rund um die Uhr unter 01 406 43 43 erreichbar, bei Beschwerden gilt der Notruf 144. Für Tiere ist die Tierarztpraxis die richtige Stelle.