Was als rot gilt
Iris blühen in Violett, Blau, Gelb, Weiß und Rosa, ein reines Rot fehlt. Was in Katalogen als rote Iris bezeichnet wird, ist meist Weinrot, Rotbraun oder Kupferfarben. Der Grund liegt in den Farbstoffen: Die Anthocyane der Iris basieren auf Delphinidin, das klare Rot anderer Pflanzen auf Pelargonidin.
Eine leuchtend rote Schnittiris ist deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit gefärbt.
Wo es rot schimmert
Die nordamerikanische Kupfer-Schwertlilie (Iris fulva) kommt dem Rot am nächsten, ihre Blüten zeigen Kupfer- bis Ziegelrot. Sie wächst in Sumpfgebieten und braucht feuchten Boden und warme Sommer. In Österreich sind kühle Lagen deshalb nicht ideal. Dunkle Bart-Schwertlilien in Burgunder- oder Kastanientönen sind die bessere Wahl für sonnige Beete.
Kombinationen im Strauß
- Weinrote Iris mit gelben Blüten wirken warm.
- Neben blauen Iris entsteht ein kräftiger Kontrast.
- Rote Tulpen oder Rosen bringen leuchtendes Rot dazu.
Wenn Sie Rotbraun und Weinrot bevorzugen, schauen Sie nach dunklen Bart-Schwertlilien in Burgunder oder Mahagoni. Sie wirken besonders edel zusammen mit gelben Iris im selben Beet. Die Blütezeit liegt im Mai und Juni. Als Schnittblumen sind sie weniger verbreitet, im Garten dagegen haben sie ihren Platz vor allem an sonnigen Böschungen mit durchlässigem Boden.
Pflege und Sicherheit
Pflanzen Sie Rhizome flach in volle Sonne und teilen Sie sie alle drei bis fünf Jahre. Beachten Sie, dass Iris nach ASPCA für Hunde, Katzen und Pferde giftig sind, vor allem im Rhizom. Bei Verdacht auf Vergiftung bei Menschen erreichen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43.