Arten und Sorten
Die Gattung Narcissus umfasst je nach Zählung etwa 50 bis 85 Arten und eine enorme Zahl an Gartensorten. Gemeinsam ist ihnen die Nebenkrone in der Blütenmitte, die bei manchen als lange Trompete, bei anderen als flache Schale oder als winziges Auge ausgebildet ist. Die gelbe Osterglocke ist nur ein Vertreter.
In Österreich wachsen wilde Narzissen, zum Beispiel die Stern-Narzisse und die Dichter-Narzisse mit ihren weißen Blüten.
Narzissenwiesen im Ausseerland
Im steirischen Ausseerland ist die Narzisse ein Wahrzeichen. Das Narzissenfest wird seit 1960 gefeiert; seit 2022 wechselt der Ort zwischen Altaussee, Bad Aussee und Grundlsee. Dann werden Autos, Boote und Festwagen mit Narzissen geschmückt. Wer die Wiesen besucht, lässt die wilden Pflanzen stehen. Für Sträuße gibt es Gartensorten aus der Gärtnerei.
Pflanzung und Pflege im Garten
Die Zwiebeln gehören im Frühherbst in lockere, durchlässige Erde, wo sie bis zum Frost wurzeln können. Als Faustregel gilt die dreifache Zwiebelhöhe als Pflanztiefe. Im Frühjahr verlangt die Pflanze ein wenig Feuchtigkeit, aber keine Nässe. Wichtig: Das Laub bleibt nach der Blüte stehen, bis es gelb wird, denn in dieser Zeit lagert die Zwiebel Reservestoffe ein.
In Hochlagen lohnt eine frühe Pflanzung, damit sich vor dem ersten Dauerfrost Wurzeln bilden.
Giftig für Mensch und Tier
Alle Teile enthalten Alkaloide wie Lycorin, am meisten die Zwiebel. Zwiebeln dürfen nicht mit Küchenzwiebeln verwechselt werden. Bei Verdacht auf Verzehr berät die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) in Wien unter 01 406 43 43 rund um die Uhr; bei Beschwerden gilt der Notruf 144. Für Hunde, Katzen und Pferde führt auch die ASPCA Narzissen als giftig.
Hier ist die Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.