Die Ersten im Jahr
Rund 500 Arten zählt die Gattung Primula, hauptsächlich auf der Nordhalbkugel verbreitet. Die Topfprimeln aus der Gärtnerei sind überwiegend Zuchtformen und blühen je nach Sorte von Februar bis in den Mai. Die Blüten haben fünf Blütenblätter, viele Arten zeigen ein markantes gelbes Auge. Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) blüht in Österreich von Februar bis Mai und wächst auf Wiesen und an sonnigen Hängen.
Schlüsselblumen in der Natur
Wildwachsende Schlüsselblumen sollten Sie nicht pflücken. Naturschutz ist in Österreich Landessache, die Regeln legen die Bundesländer fest. Fragen Sie im Zweifel bei der Naturschutzabteilung Ihres Landes nach. Für den Garten gibt es gezüchtete Formen. Aus der Echten Schlüsselblume werden Extrakte für Erkältungsmittel gewonnen, junge Blätter kamen früher in den Salat.
Pflege einer Topfprimel
- Stellen Sie die Pflanze hell, aber ohne pralle Sonne auf.
- Gießen Sie mäßig und lassen Sie keine Nässe im Übertopf stehen.
- Ein kühler Raum verlängert die Blüte deutlich gegenüber dem warmen Wohnzimmer.
- Nach der Blüte darf die Primel in ein halbschattiges Beet.
Primeln im Jahreslauf
Im Februar und März kommen Primeln als Topfpflanzen in die Gärtnereien, lange bevor Balkonkästen bepflanzt werden. Wer sie nach der Blüte ins Freie setzt, hat oft im nächsten Frühjahr wieder Blüten. Dafür brauchen sie humusreiche, leicht feuchte Erde und einen Platz mit Halbschatten, am besten unter lichten Gehölzen.
Primin und Haustiere
Manche Primeln bilden den Stoff Primin, der bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen führen kann. Für Primula vulgaris nennt die ASPCA eine Giftigkeit für Hunde, Katzen und Pferde, mit leichtem Erbrechen als Folge. Rufen Sie bei Auffälligkeiten Ihres Tieres die Tierarztpraxis an; Menschen bekommen bei der VIZ Wien unter 01 406 43 43 Auskunft.