Alpenrose und Gartenhybride
Der Name stammt aus dem Griechischen und heißt Rosenbaum. Weltweit zählt man über tausend Arten, die meisten im Himalaya und in Südostasien. In Europa wachsen nur rund zehn Arten, in den Alpen vor allem die Rostblättrige und die Bewimperte Alpenrose. Der Schnee schützt sie im Winter vor Frost und Austrocknung.
Gartenrhododendren sind Hybriden, oft immergrün, aber ganz unterschiedlich anspruchsvoll. Azaleen sind botanisch ebenfalls Rhododendren.
Flache Wurzeln, saure Erde
Rhododendren bilden flache Wurzeln und wünschen sich einen pH-Wert um 4,5 bis 5,5. Wo Kalk- und Dolomitgestein den Boden prägen, etwa in den Kalkalpen oder im Wiener Becken, helfen Rhododendronerde oder Sorten auf kalkverträglicher Unterlage. Pflanzen Sie die Ballen nicht tiefer ein, als sie im Topf standen.
- Halbschatten und Schutz vor greller Wintersonne.
- Gleichmäßig feucht, aber nie nass.
- Rindenmulch und Regenwasser tun gut.
Blüte, Frost und Schönheitsfehler
Je nach Sorte öffnen sich die Knospen zwischen April und Juni. Spätfrost rund um die Eisheiligen kann sie schädigen, an Hängen hilft Vlies. Immergrüne Sorten verdunsten im Winter Wasser, gießen Sie deshalb an frostfreien Tagen. An den Alpenrosen fallen mitunter rote, gallertartige Wucherungen auf, die Alpenrosen-Äpfel.
Giftstoffe in allen Teilen
Blätter, Nektar und Pollen enthalten Grayanotoxine, die den Herzrhythmus stören können. Auch Honig aus dem Nektar mancher Arten, etwa des Pontischen Rhododendrons, hat schon Vergiftungen verursacht. Die ASPCA stuft Hunde, Katzen und Pferde als gefährdet ein. Bei Verdacht beim Menschen erreicht man die Vergiftungsinformationszentrale in Wien rund um die Uhr unter 01 406 43 43, bei Tieren die Tierarztpraxis.