Gelb und Orange im Bauerngarten
Die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie wird meist 30 bis 50 Zentimeter hoch, selten bis 70 Zentimeter, und ihre Blütenköpfe messen bis zu vier Zentimeter. Die Zungenblüten leuchten gelb bis orangegelb. Ihr deutscher Name spielt auf die ringförmig gekrümmten Früchte an.
Von Juni bis in den Herbst erscheinen immer neue Blüten, und ältere Sorten sind einfach, neuere oft gefüllt.
Nutzung in Küche und Hausapotheke
Als Pflanze des Bauerngartens hat die Ringelblume auch in Österreich eine lange Tradition. Die Blütenblätter lassen sich über Salat streuen oder zum Färben von Speisen nutzen. Aufgüsse, Salben und Tinkturen aus Calendula werden traditionell bei Hautreizungen und zur Wundpflege verwendet. Wer gegen Korbblütler allergisch ist, sollte vorsichtig sein, denn die Pflanze gehört in diese Familie.
Als Schnittblume
- Ringelblumen halten in der Vase meist fünf bis acht Tage.
- Schneiden Sie sie, wenn die Blüten gerade offen sind.
- Frisches Wasser jeden zweiten Tag hält die Blüten länger.
- Verwechseln Sie sie nicht mit der Tagetes, die zu einer anderen Gattung zählt.
Aussaat im Frühling
Ringelblumen sind unkompliziert: Das Saatgut kommt ab April direkt ins Beet, ein bis zwei Zentimeter tief. Die Pflanzen vertragen leichte Kühle besser als viele andere Sommerblumen und säen sich oft selbst wieder aus. Wer einige Köpfe ausreifen lässt, hat im nächsten Jahr Nachwuchs. Die Blüten locken Bestäuber an, weshalb die Pflanze gern am Rand von Gemüsebeeten steht.
Für Hund und Katze
Die ASPCA führt Ringelblume nicht als giftig. Trotzdem können empfindliche Tiere auf größere Mengen mit Magenbeschwerden reagieren. Fragen Sie bei Auffälligkeiten Ihre Tierarztpraxis. Bei Menschen mit Verdacht auf eine Vergiftung ist die VIZ Wien unter 01 406 43 43 rund um die Uhr erreichbar.