Am Bach, im Wald, im Beet
Die Gattung Myosotis wächst in Österreich auf feuchten Wiesen, an Bachufern und in Wäldern. Das Sumpf-Vergissmeinnicht steht am Wasser, im Garten findet man meist das Wald-Vergissmeinnicht, aus dem seit etwa 1830 das Garten-Vergissmeinnicht gezüchtet wurde. Der botanische Name heißt Mäuseohr und bezieht sich auf die weich behaarten Blätter.
Fünf Kronblätter umgeben das gelbe Auge, die Farbe ist meist blau bis violett, selten gelb, weiß oder rosa.
Blauer Teppich im Frühjahr
Am wohlsten fühlt es sich auf frischer, humusreicher Erde, ob im Halbschatten oder in der Sonne. Es ist meist zweijährig, wird im Frühsommer ausgesät und blüht im folgenden Frühling von April bis Juni, in höheren Lagen etwas später. Weil sie sich leicht versamt, kommt sie von selbst wieder.
- Zusammen mit Tulpen und Narzissen entsteht ein hübscher Kontrast.
- Alte Pflanzen erst entfernen, wenn Samen gefallen sind.
- Späte Fröste schaden blühenden Pflanzen selten.
Erinnerung und Abschied
Der Sage nach bat das Blümchen Gott, es nicht zu vergessen. Im Volksglauben erinnerten die blauen Blüten an die Augen Verliebter, daher verschenkte man sie als Beweis von Liebe und Treue. Inzwischen gilt die Pflanze als Symbol zärtlicher Erinnerung und des Abschieds in Liebe. Als Frühjahrsbepflanzung für Gräber ist sie beliebt, zu Allerheiligen und Allerseelen im November kommt sie dagegen kaum vor.
Haustiere
Als giftig ist die Gattung nicht bekannt, die ASPCA führt sie nicht in ihrer Liste. Hunde und Katzen sollten trotzdem keine größeren Mengen Gartenpflanzen fressen.