Eine Pflanze aus dem warmen Mexiko
Botanisch ist der Weihnachtsstern, Euphorbia pulcherrima, ein Wolfsmilchgewächs. In Mexiko wächst er als Strauch und wird dort mehrere Meter hoch. Bei uns kennt man ihn nur als Topfpflanze von etwa dreißig bis fünfzig Zentimetern Höhe, die in der kalten Jahreszeit angeboten wird. Der Name pulcherrima bedeutet übersetzt die Schönste.
Die leuchtend gefärbten Teile sind keine Blüten, sondern Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sitzen als kleine gelbliche Gebilde in der Mitte.
Frische erkennen
Ein gesunder Weihnachtsstern hat feste Hochblätter ohne braune Ränder und sattgrüne Laubblätter. Die kleinen Blüten in der Mitte sollten noch geschlossen oder gerade geöffnet sein, denn offene Blüten mit viel Staub deuten auf ein höheres Alter hin. Lassen Sie die Pflanze beim Kauf in Papier einschlagen.
Weihnachtssterne reagieren empfindlich auf Kälte, und schon ein kurzer Weg über den eisigen Parkplatz kann Blätter kosten.
Standort in der Wohnung
- Ein heller Platz ohne Mittagssonne ist ideal.
- Beim Lüften den Stern kurz an einen anderen Ort stellen, denn Zugluft ist Gift für ihn.
- Erst gießen, wenn sich die Erde trocken anfühlt; Wasser im Übertopf nach einer Viertelstunde ausleeren.
- Zimmertemperatur um 18 bis 22 Grad hält die Pflanze länger frisch als Heizungsluft.
Reizender Milchsaft
Beim Abbrechen eines Blattes tritt weißer Milchsaft aus, der Haut und Schleimhäute reizen kann. Tierärztlich gilt er laut ASPCA als giftig, doch die Gefahr werde häufig überschätzt: Üblich sind gereizte Schleimhäute und leichtes Erbrechen bei Hunden, Katzen und Pferden. Ist ein Kind betroffen, gibt die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43, bei Tieren die Tierärztin oder der Tierarzt.