Aus Nordamerika eingewandert
Die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) stammt aus dem Westen Nordamerikas und gilt in Mitteleuropa als Neophyt. Sie ist die häufigste Lupinenart bei uns und besiedelt Böschungen, Waldränder und Lichtungen, in den Alpen steigt sie bis in mittlere Höhenlagen. Die aufrechten Blütenkerzen tragen 50 bis 80 Schmetterlingsblüten und erreichen je nach Standort 60 bis 150 Zentimeter.
Stickstoff aus der Luft
Wie alle Schmetterlingsblütler lebt die Lupine mit Knöllchenbakterien zusammen, die Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch gedeiht sie auch auf mageren Böden und verbessert diese für nachfolgende Pflanzen. Eine tiefe Pfahlwurzel macht sie trockenheitsverträglich, erschwert aber das Umpflanzen.
Im Garten
- Sonniger bis halbschattiger Platz, lockerer und sandiger Boden.
- Schwere, nasse Böden vertragen Lupinen schlecht.
- Verblühtes bodennah abschneiden, das fördert eine zweite, kleinere Blüte.
- Im Frühjahr auf Schnecken und später auf Blattläuse achten.
Weil sich Lupinen leicht selbst aussäen, können sie auf mageren Böden, an Böschungen und Wegrändern ganze Bestände bilden. In Naturschutzgebieten ist das nicht erwünscht, im eigenen Garten lässt sich die Ausbreitung durch den Rückschnitt vor der Samenreife begrenzen. Die Hülsen springen im Spätsommer auf und schleudern die Samen weit, deshalb wird früh geschnitten.
Giftigkeit
Die Pflanze enthält Chinolizidin-Alkaloide, besonders in den Samen. Süßlupinen für die Ernährung wurden alkaloidarm gezüchtet, Gartenformen nicht. Kinder sollten die Hülsen nicht in den Mund nehmen. Bei Verdacht auf Vergiftung rufen Sie die Vergiftungsinformationszentrale in Wien unter 01 406 43 43 an, den Notruf unter 144.
Bei Tieren wenden Sie sich an die Tierarztpraxis.